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Weihnachtsbräuche

Wie sich weihnachtliche Bräuche in den letzten 100 Jahren unter den Einflüssen des Zeitgeschehens, insbesondere der beiden Weltkriege, geändert haben und auch die Wünsche und Träume der Kleinen in Bezug auf Weihnachten - das ist Thema dieser Ausstellung.
Neben altem, teils selbst gebasteltem Spielzeug und historischem Weihnachtsschmuck werden auch Weihnachtsbriefe und Familienfotos, Wunschzettel von Kindern und Briefe von Soldaten aus dem Krieg oder der Gefangenschaft gezeigt.
Weihnachten ist das Fest der Geburt Christi im Stall von Bethlehem. Seine Ursprünge gehen zurück bis in das 4. nachchristliche Jahrhundert in Rom. Es wird vermutet, dass die zeitliche Lage am 25. Dezember beeinflusst wurde vom römischen Fest des Sonnengottes wie auch vom germanischen Julfest zur Wintersonnenwende. Der ursprünglich rein kirchliche Feiertag fand erst nach und nach Einzug in die Familie. Vermischt mit heidnischen Bräuchen, nahm er erst im 19. Jahrhundert die uns heute vertraute Form des besinnlichen Festes an, mit dem geschmückten Christbaum und den liebevoll verpackten Geschenken.
Kaum ein Fest im deutschsprachigen Raum hat den gleichen Stellenwert und die Brauchtumsvielfalt. Schon Wochen zuvor mit der Adventszeit beginnen für Klein und Groß die Vorfreude und die Vorbereitungen. Wohnungen, Häuser und Gärten werden geschmückt, Straßen erstrahlen im Lichterglanz. Schaufenster wetteifern um die schönste oder die originellste Gestaltung. Viele Bräuche - mit regional unterschiedlicher Prägung - sind feste Bestandteile der Vorweihnachtszeit und des Weihnachtsfestes. Besonders für die Kinder sind die Tage und Wochen, beginnend mit dem 1. Adventssonntag voller Spannung und Aufregung.
Mit dem Adventskranz und seinen Kerzen, die der Reihe nach an den vier Adventssonntagen angezündet werden, beginnt die Einstimmung in die vorweihnachtliche Zeit. War in früheren Jahren der aus einfachen Rotfichtenzweigen selbst gebundene Kranz mit roten Kerzen und rotem Band eine feste Tradition, so findet sich heute mehr und mehr das dekorative Weihnachtsgesteck aus Edeltannen. Ob Kranz oder Gesteck, ein gemütliches Stündchen bei Kerzenschimmer, weihnachtlichen Geschichten und Liedern sowie der Duft selbstgebackener Plätzchen bewirken eine Atmosphäre, an die Kinder auch später gern zurückdenken.
Für die Kleinen macht der Adventskalender, in dem ab dem 1. Dezember - täglich ein Fensterchen geöffnet wird, das Näherrücken des Heiligen Abends sichtbar. Wunschzettel werden am Abend vor das Fenster gelegt und in der Nacht vom Christkind abgeholt.


Puppenstubenk?che


Bereits im November beginnen die Weihnachtsmärkte. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit, sind in vielen Städten weit über die Ortsgrenzen bekannt und werden als Touristenattraktion vermarktet. Trotz unserer hektischen und kommerzialisierten Zeit kann sich auch der heutige Besucher dem vorweihnachtlichen Zauber einer alle Sinne ansprechenden Atmosphäre nicht entziehen.
Am Namenstag des Heiligen Nikolaus, dem 6. Dezember, war es bereits im Mittelalter üblich, die Kinder zu beschenken. In einigen Familien und Kindergärten wird Nikolaus auch heute noch, meist in Begleitung von Knecht Ruprecht, sehnlichst von den Kleinsten erwartet. Ursprünglich im Bischofsgewand, mit Mitra und Stab, ähnelt er heute mehr dem amerikanischen Weihnachtsmann. Weit verbreitet ist auch der Brauch, am Vorabend Schuhe oder Teller vor Türen oder Fenstern aufzustellen. Groß ist die Freude, wenn sie am nächsten Morgen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt sind.

Untrennbar mit der Adventzeit verbunden sind Basteln und Backen: ob weihnachtlicher Schmuck oder kleine Geschenke für die Lieben, im Familienkreis oder heimlich als Überraschung. Adventliche Stimmung erzeugt auch der Duft frisch gebackener Plätzchen. Jede Region hat eigene Spezialitäten.

Der geschmückte Weihnachtsbaum ist wohl das augenfälligste Symbol des Festes. War er früher nur mit Äpfeln und Naschwerk behängt, so wurde er nach und nach zum kunstvoll dekorierten Lichterbaum. In vielen Familien gehört auch eine Krippe mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte zur Tradition.
Mittlerweile ist Weihnachten nicht mehr nur ein christliches Fest und die Akzeptanz für die christliche Botschaft im Allgemeinen eher rückläufig. Trotzdem findet man am Heiligen Abend überall im Lande volle Kirchen, Ausdruck der Sehnsucht der Menschen nach den Verheißungen der Weihnachtsbotschaft.

Zu dieser Ausstellung

Die Ausstellung des Steglitz-Museums zeigt, wie die Gestaltung des Weihnachtsfestes dem Wandel der Zeit unterworfen war. Besondere Einflüsse gingen von den Ereignissen der beiden Weltkriege aus. Väter, Brüder, Söhne waren als Soldat im Krieg oder danach in Gefangenschaft, während Frauen und Mütter daheim mit der Sorge für die Familien allein waren. Briefe aus dieser Zeit legen Zeugnis ab von der menschlichen und wirtschaftlichen Not.

Beim Betrachten alten Spielzeugs, der Adventskalender und des weihnachtlichen Schmucks werden die Veränderungen der Lebensgewohnheiten sichtbar. Krippen mit der symbolhaften Darstellung des weihnachtlichen Wunders der Geburt Jesu haben noch am ehesten ihren Charakter bewahrt. Andere Traditionen, wie die Weihnachtsbriefe der Kinder an ihre Eltern, sind im Laufe der Zeit ebenso verschwunden wie die handgeschriebenen und mit Bildern versehenen Wunschzettel an das Christkind.

Weiterführende Informationen im Internet:

Weihnachtsmärkte in Steglitz-Zehlendorf

 

Weihnachtsbräuche und Kinderträume - wie sich die Zeiten ändern.
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Ausstellung im Steglitz-Museum
vom 26. November 2006
bis 28. Januar 2007
[geschlossen vom 24. bis 31. Dezember 2006]

Weihnachten ist das Fest der Geburt Christi im Stall von Bethlehem. Seine Ursprünge gehen zurück bis in das 4. nachchristliche Jahrhundert in Rom. Es wird vermutet, dass die zeitliche Lage am 25. Dezember beeinflusst wurde vom römischen Fest des Sonnengottes wie auch vom germanischen Julfest zur Wintersonnenwende. Der ursprünglich rein kirchliche Feiertag fand erst nach und nach Einzug in die Familie. Vermischt mit heidnischen Bräuchen, nahm er erst im 19. Jahrhundert die uns heute vertraute Form des besinnlichen Festes an, mit dem geschmückten Christbaum und den liebevoll verpackten Geschenken.

Kaum ein Fest im deutschsprachigen Raum hat den gleichen Stellenwert und die Brauchtumsvielfalt. Schon Wochen zuvor mit der Adventszeit beginnen für Klein und Groß die Vorfreude und die Vorbereitungen. Wohnungen, Häuser und Gärten werden geschmückt, Straßen erstrahlen im Lichterglanz. Schaufenster wetteifern um die schönste oder die originellste Gestaltung. Viele Bräuche - mit regional unterschiedlicher Prägung - sind feste Bestandteile der Vorweihnachtszeit und des Weihnachtsfestes. Besonders für die Kinder sind die Tage und Wochen, beginnend mit dem 1. Adventssonntag voller Spannung und Aufregung.

Mit dem Adventskranz und seinen Kerzen, die der Reihe nach an den vier Adventssonntagen angezündet werden, beginnt die Einstimmung in die vorweihnachtliche Zeit. War in früheren Jahren der aus einfachen Rotfichtenzweigen selbst gebundene Kranz mit roten Kerzen und rotem Band eine feste Tradition, so findet sich heute mehr und mehr das dekorative Weihnachtsgesteck aus Edeltannen. Ob Kranz oder Gesteck, ein gemütliches Stündchen bei Kerzenschimmer, weihnachtlichen Geschichten und Liedern sowie der Duft selbstgebackener Plätzchen bewirken eine Atmosphäre, an die Kinder auch später gern zurückdenken.

Für die Kleinen macht der Adventskalender, in dem ab dem 1. Dezember - täglich ein Fensterchen geöffnet wird, das Näherrücken des Heiligen Abends sichtbar. Wunschzettel werden am Abend vor das Fenster gelegt und in der Nacht vom Christkind abgeholt.

Bereits im November beginnen die Weihnachtsmärkte. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit, sind in vielen Städten weit über die Ortsgrenzen bekannt und werden als Touristenattraktion vermarktet. Trotz unserer hektischen und kommerzialisierten Zeit kann sich auch der heutige Besucher dem vorweihnachtlichen Zauber einer alle Sinne ansprechenden Atmosphäre nicht entziehen.
Am Namenstag des Heiligen Nikolaus, dem 6. Dezember, war es bereits im Mittelalter üblich, die Kinder zu beschenken. In einigen Familien und Kindergärten wird Nikolaus auch heute noch, meist in Begleitung von Knecht Ruprecht, sehnlichst von den Kleinsten erwartet. Ursprünglich im Bischofsgewand, mit Mitra und Stab, ähnelt er heute mehr dem amerikanischen Weihnachtsmann. Weit verbreitet ist auch der Brauch, am Vorabend Schuhe oder Teller vor Türen oder Fenstern aufzustellen. Groß ist die Freude, wenn sie am nächsten Morgen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt sind.

Untrennbar mit der Adventzeit verbunden sind Basteln und Backen: ob weihnachtlicher Schmuck oder kleine Geschenke für die Lieben, im Familienkreis oder heimlich als Überraschung. Adventliche Stimmung erzeugt auch der Duft frisch gebackener Plätzchen. Jede Region hat eigene Spezialitäten.

Der geschmückte Weihnachtsbaum ist wohl das augen-fälligste Symbol des Festes. War er früher nur mit Äpfeln und Naschwerk behängt, so wurde er nach und nach zum kunstvoll dekorierten Lichterbaum. In vielen Familien gehört auch eine Krippe mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte zur Tradition.
Mittlerweile ist Weihnachten nicht mehr nur ein christliches Fest und die Akzeptanz für die christliche Botschaft im Allgemeinen eher rückläufig. Trotzdem findet man am Heiligen Abend überall im Lande volle Kir-chen, Ausdruck der Sehnsucht der Menschen nach den Verheißungen der Weihnachtsbotschaft.

Zu dieser Ausstellung

Die Ausstellung des Steglitz-Museums zeigt, wie die Gestaltung des Weihnachtsfestes dem Wandel der Zeit unterworfen war. Besondere Einflüsse gingen von den Ereignissen der beiden Weltkriege aus. Väter, Brüder, Söhne waren als Soldat im Krieg oder danach in Gefangenschaft, während Frauen und Mütter daheim mit der Sorge für die Familien allein waren. Briefe aus dieser Zeit legen Zeugnis ab von der menschlichen und wirtschaftlichen Not.

Beim Betrachten alten Spielzeugs, der Adventskalender und des weihnachtlichen Schmucks werden die Veränderungen der Lebensgewohnheiten sichtbar. Krippen mit der symbolhaften Darstellung des weihnachtlichen Wunders der Geburt Jesu haben noch am ehesten ihren Charakter bewahrt. Andere Traditionen, wie die Weihnachtsbriefe der Kinder an ihre Eltern, sind im Laufe der Zeit ebenso verschwunden wie die handgeschriebenen und mit Bildern versehenen Wunschzettel an das Christkind.

Faltblatt zur AusstellungWeiterführende Informationen im Internet:

Weihnachtsmärkte in Steglitz-Zehlendorf

Weihnachtsbrauch auf Wikipedia

Weihnachtsbräuche in aller Welt

Die Weihnachtsseiten der Familie Hauenstein

Weihnachtsbräuche in der russisch - orthodoxen Kirche

Weihnachtsbräuche in Westfalen


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Artikel geändert: 2007-12-01 19:45:19